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Unabhängigkeit und Solidarität

Nicht nur das Jahr 2016, sondern auch eine zwölfjährige Amtszeit des am 1. Februar 2005 erstmalig gewählten und am 12. Dezember 2016 teilweise erneuerten  Exekutivbüros der CGFP gehen zu Ende.

Unser großer Dank gilt all denjenigen, die sich in dieser Zeitspanne auf allen gewerkschaftlichen Ebenen mit vollem Einsatz für die Belange der im öffentlichen Dienst Beschäftigten, ohne Rücksicht auf ihre eigenen Interessen, eingesetzt haben.

2016 war ein turbulentes Jahr, auf internationaler Ebene gekennzeichnet durch Terroranschläge, Brexit sowie die Wahlen in den USA. Auf nationaler standen die Steuerreform, eine großangelegte und erfolgreiche Protestveranstaltung vom 16. Juni gegen weiteren Sozialabbau im öffentlichen Dienst sowie das am 5. Dezember unterzeichnete Gehälterabkommen im Mittelpunkt des Interesses.

In Bezug auf all das, was in jüngster Zeit geschehen ist, liegt es mir ganz besonders am Herzen, noch einmal darzulegen, was die CGFP eigentlich ist und auch in Zukunft bleiben wird:

Schon bei der Gründung der CGFP im Jahre 1967 wurde von verschiedenen Seiten die Frage gestellt, ob es eigentlich nur individuelle Mitglieder geben sollte oder ob die vielen bestehenden Organisationen ihre Autonomie behalten und sich damit selbst für die respektiven Berufsgruppen und ihre Anliegen einsetzen sollten.

Die Antwort auf diese fundamental wichtige Frage fiel ganz klar für ein Beibehalten ihrer Autonomie aus.

Allein aus diesem Grunde ist die CGFP zu einer Dachorganisation geworden, einem Zusammenschluss von Berufsverbänden des öffentlichen Dienstes, die ihre Eigenständigkeit haben, was die Anliegen des Personals der respektiven Verwaltungen und Laufbahnen betrifft, die aber alle Verantwortung die allgemeinen Interessen betreffend an die Dachorganisation übertragen haben.

Die CGFP ist heute wie damals überparteilich, wir bleiben besorgt um unsere Eigenständigkeit, und darauf sind wir stolz.

Unser Schlüssel zum Erfolg bleibt die klare Trennung von Gewerkschaftsaktion und Parteipolitik.

Die Bediensteten identifizieren sich mit der CGFP und bekennen sich auf diese Weise zur gewerkschaftlichen Einheit im Staatsdienst, was gerade heute von allergrößter Wichtigkeit ist.

Einheit, Einigkeit, Solidarität, das allgemeine Interesse all jener im öffentlichen Dienst Beschäftigten vor Augen, das sind die Vorzüge der CGFP, und nur auf diese Weise konnte sie zu dem werden, was sie heute darstellt.

Die CGFP begrenzt sich auch weiterhin auf die öffentliche Funktion und hat keine Absicht, sich weit darüber hinaus auszudehnen.

Wir wollen keine anonyme Allerweltsgewerkschaft sein oder werden, uns ist daran gelegen, die Aufgabe, die wir haben, anständig zu meistern. Wir möchten Interessenkonflikte vermeiden und Diskussionen über eine „Einheitsgewerkschaft" überlassen wir beflissentlich anderen. Im öffentlichen Dienst gibt es sie übrigens schon.

Auch deshalb stehen wir auf internationalem Plan ganz klar und deutlich zur CESI, der „Confédération Européenne des Syndicats Indépendants", die aktuell mehr als fünf Millionen Mitglieder zählt und die einzige Gewerkschaft ist, die auf europäischer Ebene wirklich unabhängige Berufsorgani-sationen vertritt.

Die CGFP wird auch in Zukunft für einen starken, leistungsfähigen öffentlichen Dienst eintreten, der natürlich über die nötigen (finanziellen und personellen) Mittel verfügen muss, um seinen Aufgaben im Dienst der Allgemeinheit zufriedenstellend nachkommen zu können.

Auch im Jahr 2017 warten neue Herausforderungen auf uns.

Es gilt, wie in der Vergangenheit, zusammenzuhalten, getreu dem Motto: Einigkeit macht stark!

Die CGFP wird all dies mit großem Einsatz auch in nächster Zukunft anpacken.

In diesem Sinne: Alles Gute für 2017!

Romain WOLFF

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