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„Mit kleinen Aktionen Großes bewirken“

Verschwendung

Die von CGFP-Services betriebene Kantine der öffentlichen Funktion unterzeichnet Charta gegen Lebensmittelverschwendung.

Unter dem Motto „Zusammen gegen Lebensmittelverschwendung“ hat das Landwirtschaftsministerium eine großangelegte Informationskampagne gestartet mit dem Ziel, insbesondere Endverbraucher für verantwortungsbewusste Kaufentscheidungen zu sensibilisieren. Ganz in diesem Sinne hat nun auch die von CGFP-Services betriebene Kantine der öffentlichen Funktion eine diesbezügliche Charta unterzeichnet, um Lebensmittelverschwendung weitgehend zu vermeiden.

„Sinn und Zweck unserer Kampagne bestehen darin, die Käufer dazu zu bewegen, zu verantwortungsbewussten Konsumenten zu werden“, fasst Landwirtschaftsminister Fernand Etgen die Zielsetzung der von seinem Ministerium ausgehenden Aktionen in nur einem Satz zusammen. Dass der Hebel gerade bei den privaten Verbrauchern angesetzt werde, komme nicht von ungefähr. Für immerhin 42 Prozent der Lebensmittelverschwendung seien eben die privaten Haushalte verantwortlich, rechnet er vor. Es gehe in erster Linie darum, den Wert der Lebensmittel wieder richtig zu erfassen. Und wenn wir dann auch noch davon ausgingen, dass die Erdbevölkerung bis 2050 bis auf neun Milliarden Menschen anwachse, sei es schlicht unumgänglich, dass wir unser Konsumverhalten verändern müssten – zum einen, damit niemand mehr hungern müsse, zum andern aber auch aus Rücksicht auf unsere Umwelt.

Ziel der Aktion sei es aber auch, insbesondere Schülerinnen und Schüler bereits für verantwortungsvolle Kaufentscheidungen zu sensibilisieren, „denn sie sind letztlich die Verbraucher von morgen“. Eine dementsprechend ausgerichtete Wanderausstellung spreche denn auch in erster Linie die Grundschulen an, jedoch auch die unteren Klassen der Sekundarschulen. Der Hauptgrund für eine exzessive Verschwendung von Lebensmitteln in den Haushalten habe dann auch recht schnell ausgemacht werden können. Es würden einfach zu viele Lebensmittel gekauft, weil die Augen weitaus größer seien als der Hunger, so das Fazit. Demzufolge reiche es oftmals schon aus, vor dem Gang in den Supermarkt den Blick erst einmal in den Kühlschrank zu werfen, um dann nur noch das Allernötigste zu kaufen. Zudem ziele die Ausstellung darauf ab, die auf den Lebensmitteln angebrachten Verfallsdaten erst einmal richtig zu deuten. Die Palette an Lebensmitteln, für die kein Verfallsdatum erforderlich sei, müsse indes ständig erweitert werden.

Wer eine solche Aktion starte, in diesem Falle also der Staat, sollte getreu einem altbewährten Motto aber zunächst einmal „vor seiner eigenen Haustür kehren“, so Landwirtschaftsminister Fernand Etgen weiter.  So habe beispielsweise Restopolis, diejenige staatliche Dienststelle also, die u.a. die Schulkantinen betreibe, schon seit längerem den Kampf gegen die Verschwendung aufgenommen. Ebenso sei die Verschwendung von Lebensmitteln auch in der von CGFP-Services geführten Kantine der öffentlichen Funktion seit längerem schon kein Tabuthema mehr. Und gerade aus diesem Grunde hätten sich die Verantwortlichen auch dazu bereit erklärt, eine entsprechende Charta zu unterzeichnen, um die Vergeudung von Lebensmitteln auf ein Minimum zu reduzieren.

Für Pierre Trausch, bei CGFP-Services hauptverantwortlich für die Betreibung der Kantine der öffentlichen Funktion, wolle die CGFP-Dienstleistungsstruktur durch die Unterzeichnung einer entsprechenden Charta neben vielen anderen Aktivitäten im Wohltätigkeitsbereich dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung in unserer Konsumgesellschaft weitgehend zu vermeiden.

Neben rein wirtschaftlichen Folgen hätten solche Aktionen auch eine direkte Auswirkung auf Mensch und Umwelt. Wer Lebensmittelverschwendung vermeiden wolle, sollte wohl beim Endverbraucher ansetzen, ohne dabei aber die Produzenten, die Industrie also, oder die Spediteure außen vor zu lassen.

Wenn jeder auf seinem Gebiet entsprechende Anstrengungen unternehme, so Pierre Trausch weiter, dann sei es sicherlich auch möglich, mit kleinen Aktionen Großes zu bewirken. Die Kantine der öffentlichen Funktion jedenfalls habe sich die Abfallvermeidung seit ihrer Gründung vor 33 Jahren zur Aufgabe gemacht und könne somit auf eine langjährige positive Erfahrung gerade auch in dieser Frage zurückblicken. Die Restbestände auf den Tellern seien jedenfalls äußerst gering – und das bei im Schnitt um die 400 Mahlzeiten am Tag, ganz ohne Voranmeldung.

Damit man solche Ergebnisse erziele, müsse man sich natürlich „bestimmte Techniken“ geben, ergänzte Jean-Paul Hoffmann, vor Ort verantwortlicher Leiter der Kantine. Sehr hilfreich könnten dabei z.B. laufend durchgeführte Erhebungen sein, die nicht nur zeigten, an welchen Wochentagen mehr oder weniger Gäste zum Essen erschienen, sondern auch noch deutlich machten, welche Mahlzeiten sich in welcher Jahreszeit einer ganz besonderen Beliebtheit erfreuten.

Alles sei demnach in erster Linie eine Frage der Organisation und der Kreativität. Denn eines sei allemal sicher: Verschwendung schlage gleich zwei Mal zu Buche. Zunächst einmal beim Einkaufen. Und ein zweites Mal bei der Entsorgung.

F.P.

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