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Vor Jahresende noch etwas Steuern sparen?

Sparschwein

An ihre Steuererklärung denken im Herbst nur jene Nachzügler, die den gesetzlichen Termin vom letzten März nicht eingehalten haben und die deswegen im September von der Verwaltung abgemahnt wurden.

Und doch sollte jeder vielleicht jetzt einen Gedanken aufbringen an die im kommenden Frühjahr fällige Steuerklärung für 2017, vor allem um zu prüfen, ob man nicht noch vor Jahresende die eine oder andere „Steuersparmaßnahme“ durchziehen will, um die Steuerlast des laufenden Jahres abzusenken.

Mit dem zu Ende gehenden Steuerjahr 2017 sind nämlich einige empfindliche Veränderungen in Kraft getreten, die zu beachten sind, wenn man seinen persönlichen Beitrag zur Finanzierung des Staates „optimieren" will. Parallel dazu hat sich durch die rezente Fiskalreform (welche bekanntlich vorangegangene Steueranhebungen wieder zurückgefahren hat) das verfügbare Einkommen der Haushalte verbessert. Es soll hier kurz an die gängigen Vorgehensweisen erinnert werden, mit einer besonderen Beachtung der jüngsten Gesetzesänderungen.

Persönliches Abwägen

Wir haben hier bewusst den Ausdruck „optimieren" verwendet, denn der Wunsch nach der größtmöglichen Absenkung des Steuerbetrages wird oft abgebremst durch die Tatsache, dass die erforderlichen Maßnahmen dem einzelnen Steuerzahler „zu teuer" werden können, weil dabei als Nebeneffekt die frei verfügbare Kaufkraft der Familie übermäßig verringert wird.

In dieser Hinsicht hat sich die jüngste Steuerreform der Regierung zum Teil durch eine eher hinterhältige Großzügigkeit ausgezeichnet. So beschränkt sich beispielsweise die sehr solide Ausweitung der Abzugsmöglichkeit für Zusatzpensionen leider auf junge Steuerzahler, deren verfügbares Einkommen aber bereits stark belastet ist durch hohe Ausgaben für die Finanzierung des Eigenheims oder für den Unterhalt von Kindern.

Wir wollen hier etliche objektive und nützliche Informationen liefern, die erforderlich sind, um sich in Kenntnis der Sachlage eine Meinung zu bilden, doch die jeweiligen Entscheidungen muss jeder einzelne Steuerzahler oder jeder betroffene Haushalt für sich selbst treffen, unter Beachtung der eigenen spezifischen Lage und der persönlichen Präferenzen. Dabei geht es nicht nur um das Ausmaß der Anstrengungen, die man zu unternehmen bereit ist, sondern auch um die Frage, welchen Instrumenten man dabei den Vorzug gibt.

Die Palette der Möglichkeiten

Bevor wir hierzu einige Hinweise und Überlegungen liefern, wollen wir uns mit der heutigen Gesetzeslage und mit ihren rezenten Verschiebungen befassen.

Erinnern wir zuerst daran, dass man Steuern sparen kann, indem man Gutes tut. Dazu müssen die persönlichen Spenden („libéralités" oder „dons") des gesamten Steuerjahres insgesamt mindestens 120 € ausmachen. Sie müssen zudem einer oder mehreren wohltätigen Organisation(en) zugeführt werden, die vom Finanzministerium ermächtigt sind, Spendenbescheinigungen auszustellen. Ein Beispiel ist hier (ein bisschen Schleichwerbung für die gute Sache sei uns erlaubt) die Fondation CGFP de Secours (CCPL: LU46 1111 0733 4614 0000 oder BCEE: LU57 0019 1000 2060 6000). Der absetzbare Betrag darf maximal 20% des zu versteuernden Jahreseinkommens entsprechen, was natürlich eine sehr beachtliche Möglichkeit darstellt.

Schuldzinsen auf sogenannten persönlichen Darlehen und Konsumkrediten („prêts personnels"), die in keinem Zusammenhang stehen mit dem Eigenheim oder mit vermietetem Wohnraum, können weiterhin, wie bisher, pro Person bis zu einem Höchstbetrag von 336 € jährlich vom Einkommen in Abzug gebracht werden. Allerdings ist ab dem Steuerjahr 2017 dieser Maximalbetrag zusammengelegt mit dem Höchstbetrag von 672 € für abzugsfähige Versicherungsprämien.

Im Klartext: In der Vergangenheit konnte man gleichzeitig 336 € an Zinsen UND 672 € an Versicherungskosten absetzen; nunmehr aber sind für beide Ausgaben insgesamt nur noch 672 € an Abschreibungen möglich, davon höchstens 336 € für Zinsen und maximal 672 € für Versicherungen. Alle hier erwähnten Beträge gelten pro Person des Steuerhaushaltes, also für beide Eltern und für jedes der Kinder.

Womit wir bereits bei den Versicherungen angekommen sind. Die soeben erwähnte Abzugsmöglichkeit in der angegebenen Höhe gehört zu den abzugsfähigen Sonderausgaben („dépenses spéciales"). Abgesehen von der Verschmelzung des Prämienplafonds mit jenem für die Schuldzinsen, gelten hier alle bisherigen Bestimmungen unverändert.

Erinnern wir hier daran, dass nicht alle Versicherungspolicen geltend gemacht werden können. Abzugsfähig sind, künftig wie schon bisher, neben den Lebensversicherungen mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren, die Sterbens-, die Unfall- und die Invaliditäts-, die Haftpflichtversicherungen (ebenfalls für die Autohaftpflicht mit Rechtsschutz), sowie auch die Beiträge zu Mutualitätskassen, wie etwa zur CMCM / Caisse Médico-Complémentaire Mutualiste (auch mit Prestaplus und Denta- & Optiplus), und zu einer Sterbekasse, wie beispielsweise der Œuvre CGFP de Secours Mutuels. Dagegen können aber die sogenannten Sachversicherungen, also Feuer-, Kasko-, Glas- und Diebstahlpolicen steuerlich NICHT geltend gemacht werden.

Zweitens ist zu betonen, dass es eine pauschale Untergrenze gibt von 480 € für einen einzelnen Steuerzahler und von 960 € für ein Paar, wobei die Präsenz von Kindern und ihre Anzahl hier nicht relevant sind. Bleiben für das Steuerjahr die Gesamtausgaben der zugelassenen Versicherungsausgaben unter diesem Niveau, so wird dennoch dieser Pauschbetrag voll in Abzug gebracht, und zwar ohne dass der Steuerzahler entsprechende Belege liefern müsste.

Wie schon erwähnt, gibt es für die abzugsfähigen Versicherungsprämien ein Maximum von 692 € pro Person im Haushalt. Für alle Ausgaben zwischen dem soeben angesprochenen Minimum (von jeweils 480 € oder 960 €) und diesem Maximum muss man entsprechende Verträge oder Quittungen liefern oder bereithalten. Wenngleich der unveränderte Plafond für die Versicherungs-Sonderausgaben nunmehr, wie vorhin betont, mit jenem für die Konsumdarlehenszinsen verschmolzen ist, bleiben dagegen die Bausparbeiträge und die Schuldzinsen auf Wohnungsschulden total unabhängig von den Versicherungsausgaben. Das heißt im Klartext, dass die hier geltenden Plafonds alle gleichzeitig und in voller Höhe ausgenutzt werden können.

Drittens ist es wichtig zu wissen, dass für die Restschuldversicherungen auf Darlehen („assurances solde restant dû" oder auch „assurance temporaire au décès à capital décroissant en vue de garantir le remboursement d'un prêt") mit Einmalzahlung („à prime unique") deutlich höhere Maximalbeträge gelten, und dies außerhalb der normalen jährlichen Versicherungs-Maximalaufwendungen. Oft werden die Kosten der Einmalprämie mitfinanziert im Rahmen des zugestandenen Kredits.

Diese einmaligen Plafonds sind nach Alter gestaffelt, und sie erreichen für jede versicherte Person zwischen 6.000€ und über 15.000 €, zuzüglich eines Zuschlages pro Kind zwischen 1.200 € und über 3.000 €. Wird die Restschuldversicherungsprämie jedoch nicht als Einmalprämie, sondern in Jahres- oder Monatsraten berechnet und beglichen, so fällt sie als Sterbensversicherung unter die normalen Ober- und Untergrenzen für Versicherungsaufwendungen.

Kommen wir nun zum Bausparen, das der persönlichen Vermögensbildung durch den Erwerb einer Familienwohnung dient und das daher gleich mehrfach von steuerlichen Fördermaßnahmen profitiert, wobei es nunmehr, also ab dem Steuerjahr 2017, sogar zu einer Ausweitung der Abzugsmöglichkeiten kommt. Das Bausparen kumuliert drei Steuervorteile, die wir im Weiteren genauer vorstellen:

  1. Die Einzahlungen des Sparers sind in gewissen Grenzen steuerlich absetzbar.
  2. Die Guthabenzinsen, die er auf dem Ersparten erhält, sind von der Quellensteuer befreit.
  3. Die Schuldzinsen, die ihm auf seinem Darlehen berechnet werden, sind steuerlich im gleichen Ausmaß absetzbar wie jene von Hypothekarkrediten einer Bank.

Bisher erlaubten die Einzahlungen oder Beiträge für einen Bausparvertrag („cotisations versées à une caisse d'épargne-logement") eine Reduzierung des zu versteuernden jährlichen Einkommens um jeweils 672 € pro Person im Haushalt. Dieser Betrag verdoppelt sich nunmehr auf 1.344 € pro Person, unter der Voraussetzung, dass bei einem gemeinsamen Vertrag der jüngere der beiden Elternteile oder Partner zum Beginn des entsprechenden Steuerjahres nicht älter als 40 Jahre war. Andernfalls bleibt der Plafond unverändert bei 672 €.

Jüngere Steuerzahler, welche die angegebene Altersbedingung erfüllen und bereits einen ordentlichen Bausparvertrag über mehrere hunderttausend Euro abgeschlossen haben, werden also gegebenenfalls ohne eine Vertragsänderung zu Nutznießern dieser Neuregelung und sie können künftig deutlich mehr absetzen. Und gleichzeitig wird nun für jüngere Neuinteressenten an einem Vertrag das echte Bausparen im Hinblick auf den Eigenheimerwerb nun noch attraktiver.

Unsere Mitglieder wissen diesbezüglich, dass für sie die günstigen CGFP-Bedingungen nur über die Œuvre CGFP d'Épargne Logement (Tel.: 47 36 51, Fax: 46 53 62, ) und ihren Partner BHW-Bausparkasse zu erlangen sind. Das regelmäßige Bausparen berechtigt bekanntlich prinzipiell zum späteren Erhalt eines Baudarlehens. Dabei braucht man allerdings die Zuteilung des Darlehens, welche erst nach einer Reihe von Jahren erfolgen kann, nicht abzuwarten, weil sehr schnell eine Zwischenfinanzierung (mit variablem oder mit festem Zinssatz) möglich ist.

Wer zum Zeitpunkt der Unterzeichnung seines Bausparvertrags bereits ein Eigenheim besitzt, der kann den später zugeteilten Kredit für Renovierungskosten oder auch für die Zurückzahlung eines bestehenden Hypothekar- bzw. Bausparkredits verwenden.

Doch sind andere Verwendungszwecke der Geldausschüttung aufgrund der Bausparanstrengungen, wie etwa ein Autokauf oder eine Ferienfinanzierung, prinzipiell nicht möglich. Diese Tatsache aber verschweigen bestimmte kommerziell aggressive (und nur auf den Jahresgewinn ihrer Firma getrimmte) Verkäufer am Bankschalter ihren Kunden, wenn sie ihnen kleine Bausparverträge aufschwatzen, allein als Steuersparmodell und ohne jeden Bezug zum Bauspargedanken. Hier drohen in steuerlicher Hinsicht nunmehr gegebenenfalls empfindliche Konsequenzen, weil die Steuerverwaltung künftig verschärfte Strafmaßnahmen anwenden wird.

Beim Bausparen - und nur beim Bausparen - sind die Guthabenzinsen des Sparers bekanntlich von der 20-prozentigen Quellensteuer auf Zinsen („retenue à la source libératoire") befreit. In der derzeitigen Niedrigzinsphase ist dies nur ein minimaler Vorteil, aber immerhin ein Plus. Diese Steuerabgabe wird bekanntlich, abgesehen von Mini-Einkünften, auf allen Erträgen aus Sparbüchern, Bankkonten, Obligationen, Geldmarktfonds usw. erhoben, ist aber endgültig („libératoire"), was bedeutet, dass sie nicht mehr in der Steuererklärung anzuführen ist.

Jeder, der sich verschuldet, um ein Eigenheim bauen zu lassen oder zu erwerben oder um größere Renovierungen vorzunehmen, kann die dadurch anfallenden Schuldzinsen, die er an seine Bank oder Bausparkasse zahlt, in einem bestimmten Rahmen von seinem Einkommen bei der Berechnung der geschuldeten Jahressteuern in Abzug bringen. Während der Bauphase, in der eine Neuwohnung noch nicht bewohnt ist, kann der Zinsbetrag in voller Höhe geltend gemacht werden, anschließend während der ganzen Verschuldungsdauer bis zu einer gewissen Jahreshöchstsumme.

Dieser Plafond, bis zu dem die Zinslast absetzbar ist, berechnet sich aus abgestuften Beträgen, welche in den ersten 5 Jahren des Bewohnens des Eigenheims 1.500 Euro, in den nächsten 5 Jahren 1.125 Euro und in der Folgezeit 750 Euro pro Person des Steuerhaushaltes betragen. Neu ist diesbezüglich des Plafonds, dass davon ab 2017 kein Betrag mehr in Abzug gebracht wird für den Nutzungswert der selbst bewohnten Immobilie („valeur locative"), weil dieser nun per Gesetz auf null abgesenkt ist.

Was dagegen die Zinslast auf eventuellen Hypothekarschulden angeht, die man eingegangen ist, um Wohnraum zu erwerben, den man vermietet, so bleibt hier alles beim Alten. Dies bedeutet, dass derartige Ausgaben in voller Höhe von den Mieteinkünften abgesetzt werden dürfen, genau wie die Abschreibung des Immobilienwertes („amortissement pour usure") von 6% des Anschaffungswertes in den ersten 6 Jahren und von 2% in der Folgezeit.

Diese Umstände machen in der derzeitigen Niedrigzinsphase das Investieren in Stein und Beton eher attraktiv, auch wegen der anhaltenden Wertsteigerungen auf dem Wohnungsmarkt. Vorausgesetzt natürlich, man schreckt nicht vor der Verwaltung, den Problemen des Immobilien-Unterhalts und des Umgangs mit Mietern zurück.

In diesem Zusammenhang sind auch neue steuerliche Förderungsmaßnahmen zu erwähnen für den Fall der Bereitstellung durch einen Besitzer von sozialem Wohnraum („location sociale par l'intermédiaire d'organismes conventionnés"), sowie eine zeitlich begrenzte verminderte Gewinnbesteuerung beim Verkauf von Wohnimmobilien („mise sur le marché d'immeubles destinés à la vente").

Im ersten Falle sind die Mieteinkünfte über die Agence Immobilière Sociale nunmehr zu 50% steuerbefreit; im zweiten Fall werden die bis zum 31. Dezember 2017 erzielten Veräußerungsgewinne („plus-values immobilières") mit nur einem Viertel des normalen Steuersatzes belastet statt mit dem halben Steuersatz. Doch wer davon noch profitieren möchte, ist nun wohl schon zu spät dran.

Neben der Altersabsicherung durch Immobilieninvestitionen gibt es auch das Langzeitsparen an Hand von Finanzinstrumenten. Beim Erwerb von Aktien kann man bekanntlich prinzipiell eine viel bessere Rendite erwarten als mit anderen Finanzinvestitionen, geht dadurch aber unweigerlich ein höheres Risiko ein, welches man abfedern kann durch eine Risikostreuung, vorzugsweise über Aktienfonds oder gemischte Fonds mit einem bestimmten Aktienanteil. Für diese Form des Sparens gibt es keinerlei steuerliche Förderung und wegen der enormen zyklischen Schwankungen der Wertpapierbörsen muss man davon unbedingt abraten, wenn es um kurz- und mittelfristiges Sparen (etwa unter zehn Jahren) geht.

Als vorhin von den steuerbegünstigten Versicherungsprämien die Rede ging, wurden die Lebensversicherungen erwähnt. Diese sind klar von den Sterbensversicherungen, darunter vor allem die Restschuldversicherungen zu unterscheiden, bei welchen die Versicherungsgesellschaft nur in dem Falle zahlt, wenn der Versicherte stirbt. Hier sind auch bei einer hohen Versicherungssumme die Beiträge relativ niedrig, aber stark nach Alter gestaffelt. Bei der Lebensversicherung dagegen wird der vereinbarte Betrag auf alle Fälle gezahlt, beim Ablauf der festgesetzten Frist, weswegen hier jährlich hohe Einzahlungen erforderlich sind, wenn am Ende ein ordentlicher Betrag herauskommen soll. Anders ausgedrückt: Es ist keine Risikoabsicherung, sondern eine längerfristige Sparform, bei der am Ende ausgezahlt wird, was vorher eingezahlt wurde, plus eine Kapitalrendite, minus die Verwaltungskosten.

Deswegen sind die (privaten Zusatz-) Pensionsfonds stark mit ihnen verwandt, weil sie das gleiche Sparziel verfolgen, nur dass diese noch längerfristig angelegt sind, prinzipiell bis zum Eintritt in den Ruhestand. Solche Produkte können von Versicherern wie von Banken angeboten werden, und lediglich, wenn später, im Pensionsalter, die Auszahlung in Monats- oder Jahresraten bis zum Lebensende erfolgen soll, muss immer eine Versicherung ins Spiel kommen. Die steuerliche Förderung dieser Altersvorsorge wird nun zum Teil steuerlich noch stärker gefördert als bisher.

Die Rede ist hier von der persönlichen Zusatzpension („contrat de prévoyance-vieillesse") nach Artikel 111bis des Gesetzes über die Einkommenssteuer, für welche jeder Steuerzahler ab 2017 jährlich einen Maximalbetrag von 3.200 Euro aufbringen kann. Zusammen besteuerte Paare können also bis zu 6.400 Euro geltend machen. In der Vergangenheit gab es hier eine Altersstaffelung, wobei jüngere Menschen deutlich weniger absetzen durften.

Wer diesen hohen Steuervorteil massiv nutzen will, muss dabei natürlich sein für den Konsum verfügbares Einkommen eventuell empfindlich einschränken, wobei vor allem junge Haushalte, die noch den Erwerb des Eigenheims abzahlen und hohe Kosten für ihre Kinder haben, vor ein Dilemma gestellt sind.

Dabei wird man sich unweigerlich die Frage stellen, wie rentabel dieses Sparen denn nun ist, und auch wie rentabel denn alle anderen Sparformen sind? Wenn für die langfristig angehäuften Ersparnisse nur ein minimaler Zinssatz herausspringt und man deswegen kaum mehr Kapital ausgezahlt bekommt als man eingezahlt hat, dann ist die Angelegenheit von geringem Interesse, weil zudem der latente Kaufkraftschwund des Geldes durch die Inflation sich auf Dauer spürbar macht.

Was nun die Rendite betrifft, so steht den derzeitigen, generell schwachen Zinssätzen auf Bankkonten, Wertpapieren sowie Versicherungs- und Pensionspolicen natürlich eine niedrige Inflationsrate gegenüber. Mittelfristig kann die heutige Lage sich hier verändern, mit höheren Preissteigerungen und einer Anhebung der Zinssätze.

Sagen wir es klar und deutlich: Berauschend ist die Rendite nicht, die in der derzeitigen Niedrigzinsphase zu erwarten ist. Der Einstieg des Sparers in riskantere oder schwerfälligere Investitionsformen, wie Aktien und Ertragsimmobilien, will dennoch sehr gut überlegt sein. Beim Pensionssparen gibt es verschiedene Formeln, über die man sich informieren sollte: Beim Investieren in Euro-Guthaben („à capital garanti") geht man keinerlei Finanzrisiko ein für den Fall von Börseneinbrüchen, dafür ist der zugesicherte Zinssatz auch langfristig sehr niedrig; die ertragreichere Alternative ist das Investieren der Pensionsersparnisse in Wertpapier-Investmentfonds („en unités de compte").

Für die diesbezüglichen persönlichen Überlegungen und Entscheidungen spielt bei den Zusatzpensionen, genau wie auch bei den längerfristigen Lebensversicherungen, die zu erwartende Gesamtrendite eine entscheidende Rolle. Wenn in den heutigen Zeiten das Zinsniveau für die Sparer generell schwach ist, so verbleibt diese präzise Form des Sparens dennoch weiterhin interessant, vor allem wegen der steuerlichen Anreize.

Gegenüber den nicht fiskalisch geförderten Sparformen wird die Rendite von Pensionsfonds erheblich aufgebessert, weil die erforderliche Sparanstrengung des Einzelnen zu einem nennenswerten Teil indirekt vom Staat getragen wird, durch die Absenkung der gezahlten Steuern. Zwar sind die Leistungen, also die später im Pensionsalter erhaltenen Zahlungen, prinzipiell zu versteuern, allerdings nur zur Hälfte ihres Betrags (bei der monatlichen Leibrente) oder mit dem halben Steuersatz (bei einer teilweisen Kapitalrückerstattung zum Zeitpunkt des Pensionsantritts).

Es würde den Rahmen dieses Artikels natürlich sprengen, hier weitere Einzelheiten über die verschiedenen Sparanlagen zu liefern. Wer aber an einer Zusatzpension interessiert ist, der kann sich ganz unverbindlich und kostenlos beraten lassen bei unserer VersicherungsagenturCGFP Assurances (16, rue Erasme, L-1468 Luxemburg, www.cgfp-assurances.lu, , Tel.: 27 04 28 01.).

Nun noch einige Hinweise, die nicht alle Staatsbediensteten betreffen, weil sie von familiären Umständen abhängen. Eine derartige ab 2017 geltende Neuerung betrifft die steuerliche Einzelveranlagung von Paaren. In der Vergangenheit wurden Eheleute prinzipiell gemeinsam besteuert („imposition collective"), während bei einer eingetragenen Partnerschaft („PACS") eine gemeinsame Besteuerung stets nur auf einen gemeinsamen Antrag hin erfolgt, nicht aber ipso facto. Ab dem Steuerjahr 2018 können auf Anfrage auch verheiratete und nicht getrenntlebende Paare separat besteuert werden. Es sollte hier aber hervorgehoben werden, dass sich durch die individuelle Veranlagung die gemeinsame Steuerlast in der Regel nicht nennenswert verringern lässt, u. a. wegen der Anwendung der Steuerklasse 1.

Erwähnen wir noch einige Anpassungen von Beträgen, deren generelle Handhabung wir hier nicht zu erläutern brauchen, weil die Betroffenen (oder Nutznießer) bereits damit vertraut sind oder sich anderswo im Einzelnen informieren können. Der Höchstbetrag der abzugsfähigen Zahlungen von Unterhalt („rentes alimentaires") wird von 1.920 auf 2.208 € jährlich angehoben, die abzugsfähigen Sonderausgaben wegen Kindern, die außerhalb des Haushaltes leben („abattement pour charges extraordinaires pour des enfants ne vivant pas au ménage"), steigen von 3.480 auf 4.020 € im Jahr. Und schließlich werden die maximalen Abzugsmöglichkeiten der Kosten für sozialversichertes Haushaltspersonal (für häusliche Arbeit, für die Betreuung von Kindern und älteren Personen) von 3.600 auf 5.400 € angehoben.

Der Steuerkredit für Alleinerziehende („crédit d'impôt monoparental") wird von 750 € ab 2017 bei Jahreseinkommen von weniger als 35.000 € auf 1.500 € verdoppelt und verringert sich bei höheren Einkommen zwischen 35.000 € und 105.000 € graduell auf 750 €. Dieser Betrag wird auch bei Einkünften über 105.000 € gewährt.

Last but not least sind dann die steuerlichen Fördermaßnahmen für die Anschaffung umweltverträglicher Verkehrsmittel („abattement pour les véhicules particuliers à zéro émission") anzuführen, die im Automobilbereich 5.000 € für elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge sowie 300 € für Fahrräder und sogenannte Pedelecs (also pedalbetriebene Fahrräder mit einer elektrischen Hilfsmotor) ausmachen.

Nicht angesprochen haben wir hier jene Änderungen, die eine automatische Anwendung durch die Verwaltung erfahren, ohne dass der Steuerzahler diesbezüglich etwas unternehmen müsste, wie die abgeänderten Steuer-tabellen und die teilweise erhöhten Steuerkredite („crédit d'impôt pour salariés" und „crédit d'impôt pour pensionnés").

Paul Zimmer

 

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