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Communiqués de presse

Konflikt mit der Sparkasse: Die Arroganz der Macht

19.11.2018

Die Haltung der Regierung im Konflikt mit der "Spuerkeess" zeugt von einer maßlosen Arroganz, die ihresgleichen sucht. 

Der nicht enden wollende Konflikt bei der „Spuerkeess" eskaliert zunehmend. Am 27. November findet um 12:30 Uhr auf der „Place de Metz" vor dem BCEE-Direktionsgebäude eine Protestkundgebung statt, zu der die CGFP und die Berufsorganisation der Sparkassen-Mitarbeiter APBCEE aufgerufen haben. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Der Dachverband aller öffentlich Bediensteten bedauert es zutiefst, dass es so weit kommen musste.

Seit über drei Jahren haben CGFP und APBCEE alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Lösung im Streit um die ausstehenden Beförderungen herbeizuführen, zunächst im Schlichtungsverfahren und anschließend in der Mediation.  Alle Kompromissbemühungen liefen ins Leere. Sämtliche Vorschläge seitens der Gewerkschaft wurden eiskalt ignoriert, so dass ein Streik beim größten luxemburgischen Finanzinstitut immer wahrscheinlicher wird.

Selbst nachdem der CGFP-Nationalvorstand in seiner Sitzung am 7. November das Abhalten einer Protestveranstaltung beschlossen hatte, trat bedauerlicherweise noch immer keine Trendwende ein. Die Regierung hält an ihrer bisherigen realitätsfremden Strategie fest: Sie setzt die Scheuklappen auf und versucht beharrlich, das gravierende Problem auszusitzen! Diese Haltung zeugt von einer maßlosen Arroganz, die ihresgleichen sucht und völlig fehl am Platz ist. Mit dem Versuch, die wachsenden Probleme unter den Teppich kehren zu wollen, steigt nun der Groll innerhalb der BCEE-Belegschaft ins Unermessliche.

„Äert Liewen. Är Bank", mit diesem Slogan geht die „Spuerkess" nahezu täglich in Werbeanzeigen auf Kundenfang. Mal ehrlich, die folgende Frage muss erlaubt sein: Wie viel bedeutet denn das Wohlbefinden der Sparkassen-Mitarbeiter dem BCEE-Management? Seit jeher fährt die „Spuerkeess" Traumergebnisse ein und gilt bei den Ratingagenturen als Vorzeigemodell. Diese blendende Ausgangslage, in der sich die Bank gerade befindet, wurde vorrangig von gewissenhaften und kompetenten Mitarbeitern erschaffen. Das Personal bekommt jedoch für seine loyalen Dienste nicht das vom Kuchen ab, was ihm laut der Reform aus dem Jahr 2015 zusteht.

Die drei Parteien, die derzeit mit Hochdruck ein neues Koalitionsprogramm ausarbeiten, dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Im Vorfeld der Parlamentswahlen hatten DP, LSAP und déi Gréng im Rahmen der „CGFP-Wahlprüfsteine" lauthals versichert, dass ALLE Punkte, die im Zusammenhang mit den von der CGFP erzielten Abkommen stehen, im gesamten öffentlichen Sektor - also auch in den öffentlichen Einrichtungen, berücksichtigt werden müssen!

Jetzt, wo Luxemburgs traditionsreiche Staatsbank vor einem Sozialkonflikt größeren Ausmaßes steht, hüllen sich die drei Mehrheitsparteien bewusst in Schweigen. Wahlversprechen dürfen nicht nur danach ausgerichtet sein, die Wahlen zu gewinnen. Taten müssen folgen - und zwar sofort! Politiker, die ihre Wahlversprechen nicht umsetzen, entziehen sich jeder Legitimität. Falls in Koalitionskreisen beim BCEE-Konflikt keine Einsicht eintritt, wird die neue Regierung gleich zu Beginn einen klassischen Fehlstart mit nicht absehbaren Folgen hinlegen.

Die CGFP und die APBCEE sind fest entschlossen, aufs Ganze zu gehen, damit die BCEE-Mitarbeiter das erhalten, was ihnen dem Gesetz zufolge auch zusteht. Sie werden dabei ebenfalls vom CGFP-Kooperationspartner FGFC, der Gewerkschaft des Gemeindepersonals, tatkräftig unterstützt.

Am 27. November werden zudem auf der „Place de Metz" zahlreiche CGFP-Mitgliedsorganisationen Flagge zeigen und ihre Solidarität bekunden, getreu dem Motto „Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit uns allen an!" Die Protestkundgebung ist lediglich ein erster Warnschuss in Richtung Regierung. Weitere gewerkschaftliche Schritte werden folgen, sollte sich dies als notwendig erweisen.

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