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Communiqués de presse

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CGFP: Ja zu einheitlicher Solidarität – Nein zu Sonderopfern der öffentlichen Funktion

22.02.2006

Der Nationalvorstand der Confédération Générale de la Fonction Publique CGFP kam am Mittwoch, dem 22. Februar 2006, zusammen, um seine Position zu den kommenden bilateralen Beratungen mit der Regierung und den weiteren Besprechungen des Koordinationsausschusses der Tripartite auszuarbeiten.

Die CGFP hatte sich ja bereits im Vorfeld der Gespräche, in einer Situation, in der angesichts eines sich verringernden Spielraums des Staates die finanzielle Situation dem Budgetminister zufolge weiterhin gut ist, klar gegen einen aus verschiedenen Kreisen geforderten Sozialabbau ausgesprochen.

Die ökonomische Situation Luxemburgs ist keinesfalls vergleichbar mit jener unserer direkten Nachbarländer. Ein überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum von über 4% und positive Zahlen aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen, siehe SES, geben Anlass zu Optimismus. Das Land befindet sich nicht in einem Zustand, in dem von Krise die Rede sein kann.

Darüber hinaus bleibt die CGFP als anerkannter Sozialpartner weiterhin bemüht – die Vergangenheit hat es mehrfach bewiesen –, die Interessen der öffentlichen Funktion, falls wirklich notwendig, mit jenen des Landes in Einklang zu bringen und Gemeinschaftsgeist zu praktizieren. Um zum Beispiel das Problem der Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, ist die CGFP bereit, ihre Solidarität spielen zu lassen, unter Vorraussetzung, dass auch alle anderen Partner dies tun.

Der EU-Ratsvorsitz hat erneut gezeigt, dass die Staatsbediensteten, die oftmals in der öffentlichen Meinung zu Unrecht als privilegierte Klasse dargestellt werden, eine hervorragende Arbeit leisten. Ein höchst wirksamer öffentlicher Dienst stellt einen Standortvorteil für das ganze Land dar und die CGFP erachtet es weiterhin als durchaus legitim, dass der Arbeitgeber Staat auch in Zukunft die besten Leute, die bereit sind, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, für sich gewinnen will und das nicht zuletzt durch eine angemessene Gehälterstruktur.

In den kommenden Wochen muss sich das Luxemburger Modell, Grundlage des sozialen Zusammenhalts, beweisen. Deshalb baut die CGFP weiter auf den sozialen Dialog mit der Regierung, ohne aber davon abzusehen, im Falle eines Scheiterns der Gespräche, alle ihr zur Verfügung stehenden gewerkschaftlichen Aktionen in Betracht zu ziehen und, falls notwendig, in die Tat umzusetzen.

Am 21. Februar traf die Exekutive der CGFP zu ersten bilateralen Beratungen mit der Regierung zusammen.

Foto: Steve Heiliger