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UMDENKEN GEFRAGT

12.04.2020

UMDENKEN GEFRAGT
Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt sich nicht jeder das schon so recht vorstellen kann: Es wird auch eine Zeit nach Corona geben.
 
Doch einige Fragen sind berechtigt: Wie wird diese Zukunft konkret aussehen? Inwiefern werden aus der aktuellen Lage, falls überhaupt, Lehren gezogen? Und werden es die richtigen sein?
 
Wohlwissend, dass man zu einem gewissen Zeitpunkt der COVID 19-Krise den betroffenen Menschen – in diesem Fall uns allen – Perspektiven einer möglichen Lockerung der Einschränkungen eröffnen soll, so gibt es doch Folgendes zu bedenken: Wann sollen die Wirtschaft und das Sozialleben am besten wieder hochgefahren werden? Wie soll das geschehen? In welchen Bereichen zuerst? Welche sind am unbedenklichsten?
 
In einem Moment, in dem die sanitäre Krise alles andere als vorbei ist und es vor allem noch keinen so dringend benötigten wirksamen Impfstoff gibt, gilt es peinlichst aufzupassen und keine überhasteten Entscheidungen zu treffen, die verheerende Folgen nach sich ziehen könnten.
 
Zum jetzigen, in einem für alle Bürger Europas (und weit darüber hinaus) kruzialen Moment, stellt sich die grundlegende und prinzipielle Frage nach dem Zusammenhalt und der Einigkeit aller in der Europäischen Union vertretenen Länder. Gerade in einer Krise, wie wir sie gerade durchleben, wo einige Länder von dringend benötigten gemeinsamen europäischen Hilfsmaßnahmen stark abhängig sind, muss diese Einigkeit, ja diese Solidarität, klar und deutlich sichtbar und spürbar werden.

Der Lage angemessen, dürfte es gerade jetzt nicht zu einer Zerreißprobe kommen, welche die Akzeptanz der Bürger in die Europäischen Institutionen dramatisch schmälern könnte.
 
Die Situation ist ernst, gerade da es um Menschen geht, deren (berufliche) Existenz, neben den gesundheitlichen Risiken, in sehr vielen Fällen auf dem Spiel steht.
 
Gerade jetzt muss alles dafür unternommen werden, dass der Erhalt von zahlreichen Arbeitsplätzen nicht infrage gestellt wird. Gerade jetzt gilt es, auf allen Ebenen solidarisch zu handeln.
 
Auch wenn im Moment die Gewährleistung der Gesundheit oberste Priorität hat, genauso wie die intensive Forschung nach einem wirksamen Medikament zur Bekämpfung des Coronavirus, bleibt zu hoffen, dass nach der Überwindung der sanitären Krise all diejenigen, die im Moment, oft unter Gefährdung der eigenen Gesundheit, alles Ermessliche tun, damit jeder sie so weit wie nur möglich unbeschadet übersteht, in Zukunft eine größere Anerkennung in unserer Gesellschaft genießen werden, als dies zuvor der Fall war.
 
Der aktuelle gemeinsame Einsatz im Privatsektor und im öffentlichen Dienst zur Bekämpfung der Pandemie im Interesse aller Tätigen muss auch danach, bei der Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen, aufrecht erhalten bleiben.
Die jetzt gefragte Solidarität darf keinesfalls persönlichen Egoismen weichen!
Es muss im bestmöglichen Moment gemeinsam Sorge dafür getragen werden, dafür zu sorgen, dass es nach dieser Krise so wenig Verlierer wie nur möglich geben darf.
 
Und darüber hinaus stellt sich die berechtigte Frage, ob es nicht insgesamt zu einem radikalen Umdenken kommen müsste. Brauchen wir weiterhin noch ein ungebremstes Wachstum?
 
Ist es in Zukunft zum Beispiel noch hinnehmbar, dass aus Kostengründen und zum Vorteil der Aktionäre, weiterhin vieles in Billigländern, geografisch weit vom Endkonsumenten entfernt, hergestellt wird?
 
Müssen wir, auf Kosten des Klimas, einen unverhältnismäßig langwierigen Transport dieser Waren weiterhin in Kauf nehmen?
Müssen wir auch in Zukunft zulassen, dass viele Produkte in Ländern hergestellt werden, für die der Begriff „Demokratie“ ein Fremdwort ist?
 
Müssen wir des Weiteren auch in Zukunft hinnehmen, dass bei uns überteuerte Markenartikel unter schlimmsten Arbeitsbedingungen, von Kinderarbeit ganz zu schweigen, in diesen Billigländern hergestellt werden?
 
Wäre es nicht gerade jetzt angebracht, umzudenken und verschiedene Produktionen, bei denen  dies möglich wäre, wieder in geografisch nähergelegene Gebiete zu verlagern, ganz im Sinne von „lokal“ anbauen und kaufen? Darüber müsste gerade jetzt nachgedacht (und gehandelt) werden.
 
Eines ist jedoch jetzt schon klar: Nach dem Ende der sanitären Krise gilt es, die daraus erfolgende Wirtschaftskrise gemeinsam zu bewältigen.
 
Dazu werden ganz sicher Steuergelder benötigt. Um dies im Sinne des Solidaritätsgedankens umzusetzen,  wäre gerade jetzt ein gerechteres Steuersystem vonnöten, bei dem insbesondere Spezialfonds wie die „FIS“ stärker besteuert würden.
 
CGFP-Nationalpräsident Romain Wolff

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